Chairman und CEO sichern zu, dass BP ihren Verpflichtungen im Golf von Mexiko nachkommen wird

04.06.2010 | Bochum
BP Chairman Carl-Henric Svanberg und Group Chief Executive Tony Hayward haben den Aktionären heute versichert, dass die Bekämpfung der Ölverschmutzung im Golf von Mexiko mit absoluter Priorität fortgesetzt wird. Gleichzeitig wird daran gearbeitet, das Vertrauen in das Unternehmen BP wiederherzustellen und sicherzustellen, dass sich ein derartiger Unfall nicht wiederholt.

Svanberg und Hayward brachten ihr tiefstes Bedauern und Mitgefühl für die Tragödie zum Ausdruck.

Svanberg betonte BPs Entschlossenheit, die aus der Ölverschmutzung resultierenden Schäden so gering wie möglich zu halten. "Das BP Board hat unmittelbar nach dem Unglück klar zum Ausdruck gebracht, dass sämtliche dem Unternehmen zu Verfügung stehenden Ressourcen eingesetzt werden sollen, um BPs Verantwortung für dieses trauriges Ereignis gerecht zu werden." fügte er hinzu. "Diese Aufgabe ist bei weitem noch nicht abgeschlossen, da bleiben noch viele Dinge zu tun. Das ist eine große Herausforderung, der sich Tony und das Einsatzteam mit der größtmöglichen Intensität entgegen stemmen. Von uns erhalten sie dafür jede nur mögliche Unterstützung."

"Gemeinsam mit den US-Behörden haben wir ein äußerst umfangreiches Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, das in erster Linie darauf abzielt, den Ölaustritt einzudämmen und letztlich zu stoppen. Wenn das geschehen ist, werden wir sämtliche notwendigen Ressourcen weiter einsetzen, um die erforderlichen Aufräum- und Reinigungsarbeiten durchzuführen und alle rechtmäßigen Schadenersatzforderungen zu begleichen. Dies sind unsere derzeit wichtigsten Aufgaben. Wir werden unseren Verpflichtungen nachkommen, sowohl als verantwortungsbewusstes Unternehmen wie auch in dem Bemühen, das Vertrauen in das Unternehmen BP wiederherzustellen - in BP als einem etablierten Mitglied der Geschäftswelt in den USA und im Rest der Welt. Das liegt im Interesse aller Beteiligten."

Mit Blick auf die finanzielle Lage des Unternehmens sagte Svanberg: "Es ist und es bleibt unser Ziel, im Interesse unserer Aktionäre jederzeit dafür Sorge zu tragen, dass unsere Dividendenausschüttungen, unsere nachhaltigen, auf langfristiges Wachstum abzielenden Investitionen und eine umsichtige Fremdkapitalaufnahme in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um den Wert dieses Unternehmens, in das Sie investiert haben, zu erhalten und zu steigern."

"Wir sind uns der Bedeutung, die unsere Aktionäre einer Dividendenzahlung beimessen, vollauf bewusst. Das Board wird - wie bisher - auch in Zukunft die Entscheidungen über die vierteljährliche Dividendenzahlung vor dem Hintergrund der jeweiligen Umstände treffen. Dabei werden sämtliche Faktoren berücksichtigt und die Entscheidungsfindung wird die langfristigen Interessen der Aktionäre zur Grundlage haben."

In einer Stellungnahme zu den erheblichen aus diesem Unglück resultierenden wirtschaftlichen Kosten verwies das Unternehmen auf folgende Punkte:

  • BP hat bereits mehr als 1 Milliarde US-$ an Bruttokosten für die Bekämpfung der Ölverschmutzung, Reinigungsarbeiten und Entlastungsbohrungen bezahlt.
  • Es ist davon auszugehen, dass Kosten dieser Größenordnung für einige Zeit nach Verschließen des Bohrlochs anfallen werden. Die Zahlung möglicher Bußgelder oder Strafen würden zusätzliche Kosten darstellen.
  • Die Kosten für Eindämmung und Beseitigung der Ölverschmutzung sowie sonstige Reinigungsarbeiten werden sehr wahrscheinlich im Jahr 2010 fast in voller Höhe anfallen.
  • Die längerfristigen Kosten für Sanierungsmaßnahmen, Schadenersatzforderungen und juristische Auseinandersetzungen lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abschätzen; sie werden jedoch einen erheblichen Umfang haben und wahrscheinlich über einen Zeitraum von vielen Jahren anfallen.

Hayward versicherte den Aktionären, dass das Unternehmen darauf vorbereitet ist, diese Kosten zu tragen. "In gleicher Weise werden wir auch unseren Verpflichtungen gegenüber unseren Mitarbeitern nachkommen, genauso wie gegenüber all denjenigen, mit denen wir Geschäftsbeziehungen unterhalten - dazu zählen hunderttausende von Aktionären und viele Millionen weiterer Anleger, die über Kapitalanlagegesellschaften bzw. in Rentenfonds investiert haben. Diese Anleger vertrauen zum Teil auf BP im Hinblick auf ihre finanzielle Sicherheit und vielfach auch auf ihre Altersversorgung. Die finanziellen Kosten dieses Vorfalls wiegen ohne Zweifel schwer, aber BP ist ein finanzstarkes Unternehmen und wir haben auch in der Vergangenheit viele schwierige Situationen gemeistert."

Hayward sagte: "Wir alle bei BP sind gleichermaßen entsetzt und traurig angesichts des Ausmaßes dieses Unglücks, des Verlustes von Menschenleben, der Umweltschäden und der wirtschaftlichen Folgen für die Bewohner der Golfküste. Es hätte niemals dazu kommen dürfen. Aber wir werden und wir wollen aus diesen Ereignissen lernen und sicherstellen, dass sich ein solcher Unfall nie wieder ereignet."

"Wir werden unsere Verpflichtungen erfüllen." fügte er hinzu. Wir werden den Ölaustritt stoppen und die dadurch verursachten Schäden beseitigen bzw. ausgleichen. Wir werden daraufhin arbeiten, dass die Menschen in Amerika und in der ganzen Welt wieder Vertrauen fassen in BP."

Bei der im März, also vor den Ereignissen im Golf von Mexiko, vorgestellten Präsentation zur wirtschaftlichen Lage hat BP darauf verwiesen, dass der Zu- und Abfluss von Barmitteln im Unternehmen bei einem Ölpreis von ca. 60 US-$ pro Barrel ausgeglichen ist. "Vor dem Hintergrund des aktuellen Marktumfeldes sind wir damit in der Lage, einen erheblichen zusätzlichen Cashflow zu generieren," erklärte Hayward. "Darüber hinaus liegt unsere Fremdkapitalaufnahme zur Zeit unter dem festgelegten Zielkorridor und wir verfügen über ein starkes und wertvolles Anlagenportfolio, u.a. über 18 Milliarden Barrel an nachgewiesenen Reserven und 63 Milliarden Barrel an weiteren Ressourcen. Damit weisen wir ein hohes Maß an Flexibilität auf, um die aus dem Unglück resultierenden Kosten tragen zu können."

Hayward teilte weiter mit, dass BP eine eigenständige Organisationseinheit aufstellen wird, um alle weiteren Maßnahmen nach Verschließen des Bohrlochs selbstständig zu koordinieren. Diese Einheit wird von Robert Dudley als Geschäftsführendem Direktor geführt, der dem Vorstandsvorsitzenden unmittelbar Bericht erstattet.

"Mit diesem Schritt stellen wir sicher, dass wir auch in Zukunft sowohl den umfangreichen Maßnahmen zur Ölbekämpfung wie auch unseren Aufgaben in Hinblick auf unsere laufenden Geschäftsaktivitäten gerecht werden können," erläuterte Hayward. "Ich bin fest entschlossen, diese Situation zu einem guten Ende zu bringen."

Quelle: Pressemeldung Deutsche BP AG

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