Eine Milliarde Euro für Zeitwertkonten erreicht

02.12.2009 | Stuttgart
Überschreiten der Milliardengrenze dank Neugeschäft in den ersten drei Quartalen in Höhe von 270 Millionen Euro / Neues Flexi II-Gesetz fördert Nachfrage nach Garantieprodukten

Die Allianz Lebensversicherung (Allianz Leben) legt für die Rückdeckung von Zeitwertkonten über eine Milliarde Euro in Versicherungsprodukte mit Zinsgarantie an - mit steigender Tendenz. Mehr als 4.700 Unternehmen nutzen die Zeitwertkontenprodukte der Allianz Leben. Allein in den ersten drei Quartalen des Jahres 2009 entschieden sich 500 neue Arbeitgeber für diese flexible Form der Finanzierung. Und der Neubeitrag der ersten neun Monate betrug über 270 Mio. Euro. Michael Hessling, Vorstand der Allianz Leben und verantwortlich für die Firmenkunden erläutert: "Die neuen Anforderungen für Zeitwertkonten durch das sogenannte Flexi II-Gesetz haben zu einer deutlichen Erhöhung der Nachfrage nach unseren Garantieprodukten geführt."

Bereits seit 2005 sichern die Deutschen Edelstahlwerke GmbH (DEW), ein führendes Unternehmen in der Herstellung und Bearbeitung von Edelstahl-Langprodukten, ihre Wertguthaben aus Altersteilzeitvereinbarungen über Allianz Leben ab. Rund 160 Mitarbeiter mit einem Volumen von zwischenzeitlich sieben Millionen Euro finanzieren so ihren vorzeitigen Ruhestand. Karl Haase, Vorsitzender der Geschäftsführung DEW sagt: "Die Zeitwertkontenlösung von Allianz Leben und die Unterstützung der Allianz Pension Consult hat uns so überzeugt, dass wir uns 2007 entschlossen haben, allen unseren 4.000 Mitarbeiter Langzeitkonten anzubieten und die Insolvenzsicherung und Kapitalanlage über Allianz Leben umzusetzen. Inzwischen haben sich weit über die Hälfte der Mitarbeiter für die Wertkontenlösung entschieden."

Flexibel dank Zeitwertkonten

Mit den Langzeitkonten kann die DEW flexibel auf das jeweilige Auftragsvolumen und damit den nötigen Arbeitszeitbedarf reagieren. Die Mitarbeiter der DEW können Überstunden, Urlaubsgeld, laufendes Entgelt oder Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld in ihr Wertkonto einbringen. So sammelt der Arbeitnehmer über Jahre ein Wertguthaben für einen vorgezogenen Ruhestand. Die eingebrachten Entgeltbestandteile fließen ohne Abzug von Steuern und Sozialabgaben in das in Geld geführte Wertkonto. Diese werden fällig, wenn der Arbeitnehmer sein Gehalt ausgezahlt bekommt.

Michael Hessling erklärt: "Viele unserer Kunden schätzen die Flexibilität unserer Zeitwertkonten. Einzahlungen sind in beliebiger Höhe möglich und wir können unterschiedlichste Freistellungswünsche angefangen bei Vorruhestandsleistungen über konjunkturell bedingte Freistellungen bis zum Sabbatical finanzieren. Ganz wichtig: Der Kunde erhält zu jedem Zeitpunkt seine garantierte Leistung und muss keine kapitalmarktbedingten Verluste ausgleichen."

Bedarf an vorgezogenem Ruhestand wächst

Nur wenige Arbeitnehmer können sich vorstellen, bis zum 67. Lebensjahr zu arbeiten. Dies zeigen aktuelle Befragungen. Möchte man aber bereits mit 60 Jahren oder noch früher in den Ruhestand gehen, ist die Zeit bis zum 67. Lebensjahr finanziell zu überbrücken. Der Vorsorgebedarf wird damit höher: Ein heute 35-Jähriger muss beispielsweise 14,4 Prozent seines Gehaltes in die Vorsorge investieren, wenn er ohne finanzielle Einbußen mit 60 in Rente gehen will. Deshalb, so Hessling, sei es sehr zu begrüßen, dass der Staat die Dotierung von Zeitwertkonten aus dem Bruttogehalt, d.h. vor Steuern und Sozialversicherungsabgaben, zulässt.

Aber auch Arbeitgeber profitieren von Zeitwertkonten: Sie können die Altersstruktur in ihrem Unternehmen besser planen und zusätzlich bei guten Auftragslagen die Mitarbeiter motivieren, Überstunden zu leisten. Diese werden zur Finanzierung einer späteren Freistellungsphase genutzt - sei es z.B. als Auszeit für eine persönliche Weiterbildungsmaßnahme oder den Vorruhestand. Karl Haase erklärt: "Die Arbeit an den Schmelzöfen ist körperlich anspruchsvoll. Aber auch bei allen weiteren Verarbeitungsschritten unserer Stähle bedarf es hohen technischen Know-hows. Wir möchten unseren Beschäftigten die Möglichkeit eröffnen, ihre Lebensarbeitszeit flexibel zu gestalten und bereits vor dem regulären Renteneintritt mit 65 oder 67 Jahren eine Freistellung nutzen zu können." Und Michael Hessling ergänzt: "Bei vielen Berufsgruppen ist eine Berufstätigkeit bis zur gesetzlichen Regelaltersgrenze aufgrund der spezifischen Anforderungen eher die Ausnahme, so beispielsweise bei Feuerwehrmännern, Zugführern oder Bergmännern." Bei diesen Tätigkeiten müssen die Arbeitnehmer regelmäßig gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen absolvieren bzw. körperlich absolut fit sein.

Staat hat Bedeutung der Zeitwertkonten erkannt

Auch der Staat hat mit dem seit Januar gültigen "Gesetz zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen (Flexi II)" auf die zunehmende Bedeutung von Zeitwertkonten reagiert und den Insolvenzschutz für flexible Arbeitszeitregelungen sowie die Portabilität der Wertguthaben verbessert. Das Gesetz verpflichtet den Arbeitgeber, der Sicherheit der Kapitalanlage einen hohen Stellenwert einzuräumen. Die Produkte von Allianz Leben erfüllen das vom Gesetzgeber geforderte Maß an Sicherheit und auch die Anforderungen an Liquidität und Ertrag optimal. Sie sind damit besonders gut zur Finanzierung und Insolvenzsicherung von Zeitwertkonten geeignet.

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.

Quelle: Pressemeldung Allianz Deutschland AG

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