Rentenversicherung Bund: Leistungen, Prognose und Ausblick

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Für viele Rentner werden die monatlichen Rentenzahlungen ausschließlich über die gesetzlichen Rentenkassen finanziert. Dort haben sie während ihres Arbeitslebens regelmäßig in die Kassen eingezahlt und werden bis an ihr Lebensende darüber finanziert. Einer der wichtigsten Träger dieses Systems ist der Rentenversicherung Bund.

Rentenversicherung Bund: Was ist das?

Der Deutsche Rentenversicherung Bund ist Teil des gesetzlichen Rentenversicherungssystems für die Bundesrepublik Deutschland. Der Bund hat seinen Hauptsitz in Berlin. Darüber hinaus werden auch weitere Dienststellen im Bundesgebiet unterhalten. Die gesetzliche Rentenkasse wird insgesamt durch 16 Rentenversicherungsträger abgewickelt. Der Deutsche Rentenversicherung Bund ist der größte dieser Art.

Die Aufgabenbereiche des Bundes sind umfangreich:

  • Betreuung von Rentnern und Versicherten
  • Verwaltungsaufgaben für gemeinsame Angelegenheiten der Träger
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Finanzen
  • Und vieles mehr
Der Deutsche Rentenversicherung Bund ist Teil des gesetzlichen Rentenversicherungssystems für die Bundesrepublik Deutschland. Der Bund hat seinen Hauptsitz in Berlin.(#01)

Der Deutsche Rentenversicherung Bund ist Teil des gesetzlichen Rentenversicherungssystems für die Bundesrepublik Deutschland. Der Bund hat seinen Hauptsitz in Berlin.(#01)

Was sind die Aufgaben vom Rentenversicherung Bund?

Pro Jahr bearbeitet der Deutsche Rentenversicherung Bund etwa 800.000 Versicherungskonten. Darüber hinaus werden knapp 14 Millionen Renteninformationen ausgegeben und mehr als 1,5 Millionen Rentenauskünfte erteilt. Auch knapp 800.000 Rentenanträge werden bearbeitet. Diese Aufgaben fallen in den Dienstleistungsbereich der Vollrenten. Aber auch andere Leistungen können über den Bund bezogen werden:

  • Antrag auf medizinische Rehabilitation
  • Berufliche Rehabilitation

Dafür wird durch den Bund ein umfassendes Netzwerk von Reha-Zentren betrieben, das bundesweit 22 Standorte aufweist.

Betriebsprüfung, Auskunft und Beratung

Der Rentenversicherung Bund ist auch für Betriebsprüfungen zuständig. Diese Prüfung ist für Arbeitgeber alle vier Jahr durchzuführen und betrifft pro Jahr rund 400.000 Betriebe. Die Prüfung belegt, ob die Zahlungen für den relevanten Sozialversicherungsbeitrag ordnungsgemäß für alle Angestellten geleistet wurden. Im Rahmen der Auskunft und Beratung setzt der Bund ebenfalls auf ein umfangreich angelegtes Netzwerk.

Dies ermöglicht eine schnelle wie effektive Kommunikation:

  • Beratungsstellen
  • Sprechtage
  • Kostenloser Telefonservice
  • E-Mail-Center
Der Rentenversicherung Bund ist auch für Betriebsprüfungen zuständig.(#02)

Der Rentenversicherung Bund ist auch für Betriebsprüfungen zuständig.(#02)

Weiterführende Dienstleistungen

Arbeitgeber können jederzeit eine kostenlose Auskunft über den Bund erhalten. Diese kann sich um Sozialabgaben drehen, aber auch um den Bereich „Gesunde Mitarbeiter“. Der Bund legt einen hohen Wert darauf, einen ungehinderten Informationsfluss für Werks- und Betriebsärzte, Betriebsräte und Sonderabteilungen wie die Schwerbehindertenvertretung zu schaffen.

Deutscher Rentenversicherung Bund: Historie

Heute als der Deutsche Rentenversicherung Bund bekannt, nahm der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung seinen Anfang als die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte der Bfa. Sie wurde am 1. August 1953 gegründet. Bis zur Wiedervereinigung übernahm der Träger ausschließlich Rentendienstleistungen für das damalige Westdeutschland. Nach der Zusammenlegung wurden auch die Sozialversicherungen der DDR über den Bund abgewickelt. Seit 2005 wird die Anstalt offiziell als Deutscher Rentenversicherung Bund benannt.

Info

Bis zum Jahresende 2004 war der Zuständigkeitsbereich des Bundes auf bestimmte Versicherungsarten und Berufsfelder begrenzt. Zu diesem Zeitpunkt wurde jedoch der gesetzlich definierte Versichertenbegriff aufgehoben und neu definiert. Dies hatte unter anderem zur Folge, dass der Bund dazu überging, Versicherte aus sämtlichen Berufssparten zu überwachen und zu betreuen.

Der Bund ging dazu über, Versicherte aus sämtlichen Berufssparten zu überwachen und zu betreuen.(#03)

Der Bund ging dazu über, Versicherte aus sämtlichen Berufssparten zu überwachen und zu betreuen.(#03)

Das deutsche Rentensystem

Das System der gesetzlichen Rente ist in Theorie wasserdicht: Die arbeitende Bevölkerung füllt durch Einzahlungen die Konten der gesetzlichen Krankenkassen. Diese verwalten das Geld gewinnbringend, um mit dem Prämienkapital und dem Überschuss die Rentenzahlungen für Personen im Auszahlungszeitraum zu finanzieren. Dieses System war für lange Jahre stabil und es gab kaum Defizite zu verzeichnen. Kam es zu einer Differenz zwischen Ein- und Auszahlungen, waren diese zumeist auf eine schlechte Konjunktur zurückzuführen, die nicht nur weniger Arbeitsplätze, sondern auch schlechtere Anlagenrenditen bedeutet.

In den vergangenen Jahren hat sich jedoch das Blatt stark gewendet. Denn die allgemeinen Bedingungen für den Deutschen Rentenversicherung Bund und andere Träger der deutschen Renten sind schwierig geworden.

Dies hat gleich mehrere Gründe:

  • Die Bevölkerung wird immer älter. Dies bedeutet, dass Einzelpersonen immer länger Rentenzahlungen beziehen. Die gesetzliche Rente wird bis an das Lebensende gezahlt und muss somit in jedem Jahr mehr und mehr Kosten decken. Diese gravierende Verschiebung zwischen Einnahmen und Ausgaben bringt einen hohen Druck auf die Finanzlagen der Träger.
  • Ein weiterer Punkt ist die sinkende Bevölkerungsschicht. Denn wo auf der einen Seite die Alten immer älter werden, sinkt auf der anderen Seite die Geburtenrate. Dies schrumpft die aktive Arbeiterschaft und damit ist der Zahlungsfluss der Sozialabgaben eingeschränkt.
  • Auch eine schwache Wirtschaftslage macht den Versicherungsträgern zu schaffen.

Prognosen für Rentner sind aktuell gut

Je besser die Lage am Arbeitsmarkt, umso besser die Aussichten für zukünftige Rentengeneration. Ein gutes Wirtschaftswachstum sichert neue Arbeitsplätze und somit mehr Sozialversicherungsabgaben. Da in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen getroffen wurden, um die Arbeitsmarktlage zu stabilisieren, könnten die Renten bis in das Jahr 2030 im Schnitt bis zu 2 % pro Jahr steigen.

Experten nennen solche Prognosen realistisch. Denn allein seit 2012 haben die Rentenzahlungen im Westen Deutschlands gut 10 % zugelegt. Im Osten waren es sogar nennenswerte 19 %. Ohne Frage ein direktes Resultat, der sich stetig verbessernden Wirtschaftslage.

 Ein gutes Wirtschaftswachstum sichert neue Arbeitsplätze und somit mehr Sozialversicherungsabgaben. (#04)

Ein gutes Wirtschaftswachstum sichert neue Arbeitsplätze und somit mehr Sozialversicherungsabgaben. (#04)

Was sind die Alternativen zur gesetzlichen Rente?

Trotz der Tatsache, dass Rentner in Zukunft mit steigenden Rentenzahlungen rechnen können, finden sich immer mehr Personen im Alter mit unzureichenden finanziellen Mitteln wieder. Dies liegt nicht daran, dass die Rentensteigerung die Inflationsrate von rund 2 % nicht decken kann, sondern daran, dass die Grundauszahlungen zu gering sind. Der durch den Deutschen Rentenversicherung Bund und die anderen Träger ausgegebene Rentensatz ist oft zu gering, um den gewohnten Lebensstandard weiterhin aufrechtzuerhalten.

Dies führt dazu, dass es keine Seltenheit mehr ist, dass Rentner einen Zusatzverdienst benötigen. Und obwohl die Deutschen im direkten Vergleich zu anderen Industrienationen noch einen sehr niedrigen Anteil für arbeitende Rentner aufweisen, stehen die Chancen für eine Besserung nicht gut.

Daher ist es immer häufiger zu beobachten, dass Alternativen für die Altersvorsorge genutzt werden. Darunter fällt eine Vielzahl von Finanzprodukten:

  • Kapitallebensversicherungen
  • Private Rentenversicherungen
  • Sofortrenten
  • Und vieles mehr

Hier ist es wichtig, die Altersvorsorge auf die eigenen Ansprüche anzupassen. Um einen Plan zu gestalten, der schon heute die Ansprüche der Zukunft adressiert, lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem Finanzexperten. Dabei entscheiden sich viele Verbraucher heute für die Option der Honorarberatung. Die Dienstleistung des Beraters wird über ein einmaliges Honorar beglichen. Im Gegenzug dafür erhalten Kunden einen Zugriff auf provisionsfreie Produkte, die sich auf die individuellen Ansprüche maßschneidern lassen. Ein enormer Vorteil dieser Art der Vorsorgeplanung ist die hohe Transparenz der Kosten und die optimierte Kostengestaltung.

Fazit: Rentenversicherung Bund: Gut, aber nicht gut genug

Das Problem der zukünftigen Rentengenerationen ist eindeutig. Obwohl die einzelnen Träger für die gesetzlichen Rentenkassen mit guten Prognosen arbeiten, sind die Grundleistungen nicht ausreichend hoch. Wer sicher gehen will, auch in Zukunft finanziell umfassend abgesichert zu sein, der muss auf Alternativen setzen. Diese werden in vielen Varianten angeboten. Generell lässt sich sagen, je früher man damit beginnt, die Vorsorge zu planen, umso nachhaltiger das Endresultat.

Über Angebote wie Sofortrenten ist es aber auch im hohen Alter noch möglich, die monatlichen Rentenzahlungen aufzustocken. Solche Produkte eignen sich sehr gut, erhält man kurz vor dem Renteneintritt Zugriff auf eine größere Kapitalsumme. Dies geschieht in der Regel im Rahmen einer Erbschaft oder über die Auszahlung von Geldanlagen.

Tipp

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der arbeitet für die Altersvorsorge mit einer Mischung aus sicheren und risikoreichen Anlageformen. So kann eine klassische Rentenversicherung zum Beispiel durch ein Aktienportfolio ergänzt werden.


Bildnachweis:©Shutterstock – Titelbild:Robert Kneschke – #01:Matej Kastelic -#02:Robert Kneschke – #03:Phovoir -#04:Lightspring

Über 

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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