Endometriose betrifft 30- bis 49-jährige Frauen: TK verzeichnet Fallzahlen

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Laut Auswertung der abrechnungsrelevanten Daten 2024 haben über 72.000 TK-Versicherte eine Endometriose-Diagnose erhalten. Rund 18.500 Patientinnen wurden erstmals diagnostiziert. Die Prävalenz erreicht mit gut zwei Prozent ihren Höhepunkt bei 30- bis 49-Jährigen, während bei 25- bis 29-Jährigen etwa 1,5 Prozent und bei 18- bis 24-Jährigen knapp ein Prozent diagnostiziert wurden. Als Hilfestellung stellt die TK Betroffenen kostenlosen Zugang zum FEMNA Online-Programm bereit, das umfangreiche Informationen sowie Therapie- und Selbstmanagementtools bietet.

Mehr als 72.000 TK-Versicherte 2024 mit Endometriose in Abrechnungsdaten

Die Auswertungen der Techniker Krankenkasse im aktuellen Berichtsjahr zeigen, dass über 72.000 TK-versicherte Frauen in abrechnungsrelevanten Daten mit der Diagnose Endometriose erfasst sind. Bei fast 18.500 von ihnen erfolgte die Erstdiagnose innerhalb des Untersuchungszeitraums. Die Datenbasis setzt sich aus Kodierungen im ambulanten und stationären Sektor zusammen. Mittels dieser Daten lässt sich die Häufigkeit der Erkrankung präzise dokumentieren und liefert Entscheidungsgrundlagen für Versorgungsplanung, Forschungsprojekte und Gesundheitsmonitoring sowie Aufbereitung von Evidenzdaten systematisch.

18- bis 24-Jährige mit knapp ein Prozent Endometriose-Diagnosen belegt

Bei den 30- bis 49-Jährigen ist mit etwas mehr als zwei Prozent die höchste Diagnosehäufigkeit festzustellen. Frauen im Alter von 25 bis 29 Jahren haben eine Quote von circa 1,5 Prozent, während 18- bis 24-Jährige mit knapp einem Prozent eine geringere Prävalenz aufweisen. Diese Entwicklungen gehen einher mit weiterentwickelten, sensibleren Untersuchungsmethoden und einem zunehmenden öffentlichen und medizinischen Bewusstsein für die Erkrankung Endometriose. Die Analyse berücksichtigt unterschiedliche Versichertenkohorten. Zahlen steigen weiter.

Unterschätzte Endometriose beeinträchtigt Alltag durch Schmerzen und Fruchtbarkeitsstörungen erheblich

Endometriose gehört zu den häufig unterschätzten chronischen Erkrankungen im gynäkologischen Bereich. Dabei bildet sich Gewebe, das histologisch der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, an Organen im Beckenraum und äußert sich durch starke Schmerzen sowie mögliche Fruchtbarkeitsstörungen. Betroffene erleben oft Jahre vor der Diagnose Fehldiagnosen. Detaillierte und evidenzbasierte Informationen zu Ursachen, Diagnoseverfahren und aktuellen Therapieansätzen sind auf Frauenaerzte-im-Netz.de und Gesundheitsinformation.de verfügbar. Patientinnen sollten bei ersten Symptomen ärztlichen Rat einholen.

Endo-March sensibilisiert: TK fördert frühzeitige individuelle Diagnosestellung und Therapieplanung

Im März, während des internationalen Endo-March-Monats, nutzt die Techniker Krankenkasse die Plattform, um Betroffene und medizinische Experten zusammenzubringen. Mit Workshops, Online-Beratungen und Podcasts werden Ursachen, Symptome und Therapieverfahren transparent erklärt. Das stärkt das Verständnis für die Erkrankung, fördert eine frühzeitige Abklärung und erleichtert die Planung individueller Behandlungsschritte. Patientinnen erhalten zudem Hinweise zum Selbstmanagement und zur psychosozialen Unterstützung, um Lebensqualität und Alltagsbewältigung nachhaltig zu verbessern. Informationen zu aktuellen Studien und interdisziplinärer Betreuung runden das Programm ab.

Kostenloses FEMNA Onlineangebot vermittelt Endometriose umfangreiches Wissen für TK-Versicherte

Mit dem FEMNA Online-Programm stellt die TK betroffenen Frauen bei Endometrioseverdacht oder gesicherter Erkrankung eine kostenfreie Wissensplattform zur Verfügung. Nutzerinnen erhalten umfangreiche Erklärungen zu Ursachen, Symptomen und möglichen Komplikationen. Übersichtlich strukturierte Module erklären medikamentöse und chirurgische Therapien und zeigen ergänzende Maßnahmen wie Physiotherapie und psychologische Unterstützung auf. Ergänzt wird das Angebot durch Anleitung zu Entspannungstechniken, Achtsamkeitsübungen und Strategien zum Stressabbau, die helfen, Schmerzen zu reduzieren und Wohlbefinden zu steigern.

Aus den aktuellen Auswertungen der TK ergibt sich eine deutliche Konkretisierung des Endometriose-Risikos für Frauen im Berufsleben zwischen 30 und 49 Jahren. Die Techniker Krankenkasse reagiert mit einem kostenfreien Zugang zum FEMNA Online-Programm, das detaillierte Informationen zu Diagnosemethoden, Krankheitsverläufen sowie Behandlungsstrategien zur Verfügung stellt. Darüber hinaus fördert das Programm wirkungsvolle Selbsthilfetechniken zur Schmerzlinderung und unterstützt Patientinnen dabei, individuelle Therapieentscheidungen zu treffen und ihre Selbstmanagement-Fähigkeiten zu erweitern, nachhaltig, effektiv und erfolgreich.

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